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Kapitel 5: Die perfekte Tour nach Osten

Wir machten eine wunderschöne Radtour nach Osten in den Gorkhi-Terelj Nationalpark. Inzwischen sind wir auf alles vorbereitet und sind auf die Mongolei eingestellt. Wir kennen die wichtigsten Wörter für Restaurant, Supermarkt und Hotel. Und haben unsere Pantomime Fähigkeiten verbessert, was besonders lustig ist, wenn man große Gesten macht und Bilder mit einer Kartoffelsuppe auf dem Iphone zeigt und das Gegenüber, dann wie selbstverständlich sagt, dass es eigentlich englisch verstehe. Unser Weg führt uns wieder raus aus Ulan Bator zur Rush-Hour. Geschickt wie Fahrradkuriere schlängeln wir uns mit unseren Gleitern durch die Menge. Der chaotische Verkehr ist trotz allem, rücksichtsvoll, wenn man mit dem Verkehr fließt und keine unberechenbaren Bewegungen macht. Die “Verkehrsgegner” sind immerhin übersichtlich, entweder Autos oder Busse (kein Rikschas, Motorräder, Kühe wie in anderen asiatischen Ländern). Wir fühlen uns wohl auf der Straße und freuen uns auf den Rückenwind (in der Mongolei kommt der Wind meist aus dem Westen). Der Nationalpark gilt als sehr touristisch, aber was heißt das hier? Wir treffen ein, zwei Touristen am Tag und können bei vielen verlassenen und einfachen Ger-Tourist-Camps übernachten für etwa 15 Euro pro Person. Es ist zwar alles sehr einfach, aber wir bekommen immer etwas zu essen und trinken. In den Gers (= Jurten) heizen wir abends, wenn es frisch wird den Holzofen ein und haben unsere eigene private Sauna, so heiß wird es. Das Wetter schwankt zwischen sehr heiß, bewölkt und auch regnet es mal mehrere Stunden. Es gibt im Nationalpark auch ein sehr schönes Buddhistisches Kloster (Aryabal Meditation Temple). Es ist stimmungsvoll auf einem Hügel gelegen und ist gut erhalten. Wir wären gern länger hier geblieben, aber leider war es komplett verlassen, bis auf einen blinden Mann, welcher den Tempel auf und zu sperrt für die Touristen. Also keine Meditation und keine Mönche. Wir verbringen die Zeit mit Wandern, Radfahren auf tollen Wegen oder kochen etwas in unserem Ger. Die Natur ist schön, wir sehen Bäume und fruchtbare Wiesen und Felsen, die zum Klettern einladen und natürlich wieder Pferde. Der einzige Wehmutstropfen: die Landschaft sieht so aus wie bei uns in den Alpen 50 km von Zuhause entfern. Wir hatten dennoch eine sehr schöne Tour mit viel Spaß am Radfahren.

Gleich hinter der Stadt. Wenn es uns zu eng wir, fahren wir auf dem mit Glasscherben verzierten Seitenstreifen.

Manchmal werden die Straßen wieder zu staubigen Pisten

Eine Sehnswürdigkeit – der Schildkrötenfelsen, von dieser Seite aus nicht zu erkennen, oder ?

Leere schöne Straßen im Nationalpark

Wir fühlen uns in den Ger-Tourist-Camps wohl. Das Zelt ist einfach größer als unseres.



Oft sieht die Mongolei verlassen aus und wir fragen uns, wo sind all die Touristen für die Platz wäre?

Das verlassene Kloster, gibt uns die Gelegenheit inne zu halten



Könnte das nicht Deutschland sein?

In der Mongolei sind oft “Obos” zu finden. Dies sind spirituelle Orte, meist Steinhaufen, welche den Reisegöttern gewidmet sind. Hier finden wir wohl einen ganz besonderen Ort mitten im Wald