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Kapitel 6: Wüste Gobi

“Empty Nothingness”, Wüste Gobi, 28.06 bis 05.07.2013

Wir wollten ursprünglich durch die Wüste Gobi mit dem Rad fahren, die Idee haben wir zum Glück verworfen. Nach all dem Selbstorganisieren, Suchen und Planen entschieden wir uns eine organisierte Tour mit Fahrer und Guide zu buchen. Die 9-Tages Tour führte uns viele km weg von Ulan Batur, fast nach China, in die Wüste Gobi. Der Minibus schaukelte sich durch die leere, schon gewohnte und endlose Steppenlandschaft auf holprigen, sandigen Feldwegen. Wie auch mit dem Rad gilt hier “in Bewegung bleiben” damit das Wasser und das Essen nicht ausgeht. Wir campten in der Natur oder schliefen bei Nomadenfamilien. Durch unseren englischsprachigen Guide lernten wir sehr viel über die Menschen und kamen ihnen auch sehr viel näher als sonst. Es ist immer wieder erstaunlich wie endlos alles in der Mongolei ist. Man kann 3 Stunden fahren (das sind 60km) und die Steppe bleibt leer. Es gibt Felsformationen, welche wir besuchten und besonders spektakulär – die singenden Dünen, welche enorm groß sind und man mühsam besteigen kann und sehr schnell, mit großer Freude, wieder hinunter rutschen und springen kann. Die Gobi Wüste besteht sonst nicht aus Sand, sondern aus Steppe. An manchen Tagen war es so heiß, dass wir uns in einem Ger verkriechen mussten und uns erst ab 16 Uhr wieder unter die Sonne wagten (mein Thermometer zeigte in der Sonne 50 Grad an). Wir machten auch einen kleinen Kamel Ausflug. Ein weiterer Höhepunkt war das Schlachten einer Ziege. Die Ziege wurde komplett zerlegt und füllte viele Schüsselchen voller Fleisch. Für uns ist das fleischlastige, fettige Essen jedoch kein besonderer Genuss. Der permanente Geruch von saurer Milch vermischt mit dem Duft von Ziegen und Kamelen überdeckt den unseren, nach 9 Tagen ohne Waschen. Wir genossen besonders die Sternennächte im Freien. Auf dem Land kamen wir auch zu einem kleinem Naadam Fest, in dem sich Männer im Reiten, Ringen und Bogenschießen messen. Die große Weite, “the empty nothingness”, das macht die Mongolei aus und zieht Abenteurer aus aller Welt an und es ist wirklich in keinem Land so leer und so unbequem unterwegs zu sein.

Ein Schild mitten in der Wüste, zeigt Straßen an die es nicht gibt.

Macht der Fahrer einen Lenkfehler kann das fatal enden und die Reifen versinken im Sand.

Eine Abwechslung zur Steppe bieten bizarre Felsformationen

Ein Halo umringt die Sonne und uns und kündet einen Wetterumschwung an.

Es ist nicht sehr schwer einen Campingplatz zu finden

Zu Gast bei einer Nomadenfamilie


Die Tiere beleben die trostlose Landschaft und bringen uns zum Lachen





Die Ziege wird getötet in dem der Arm in die Ziege gesteckt wird und das schlagende Herz mit der Hand gestoppt wird


Sonnenuntergang auf der größten Düne der Gobi Wüste


Dünenspringen, was für ein Spaß!

Das Naadam Fest ist das wichtigste Fest in der Mongolei. Es findet auch überall auf dem Land zu unterschiedlichen Zeiten statt. Die Menschen sind bunt und festlich gekleidet.